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Der Hund als natürlicher Feind des Kindes?

Beim Österreichischen Tierschutzverein gehen derzeit vermehrt Anrufe und E-Mails von besorgten Eltern und hundefeindlich eingestellten Menschen ein.

Der Hund wird derzeit medial zur Bestie stilisiert. Horrormeldungen über gerissene Rehe und gebissene Kinder dominieren die Schlagzeilen. Das ist natürlich Unsinn. Im öffentlichen Diskurs werden Hunde und Kinder häufig gegeneinander ausgespielt und ein scheinbar unlösbarer Konflikt zwischen Eltern und Hundehaltern heraufbeschworen. Dass es sich hierbei um keine „entweder-oder-Situation“ handelt, vergessen viele.

Der Österreichische Tierschutzverein setzt sich für ein respektvolles Miteinander ein, damit Kinder und Hunde in Frieden leben können. Denn Kinder und Hunde harmonieren grundsätzlich sehr gut. Die zu diesem Zweck vom Österreichischen Tierschutzverein angebotene Therapiehundeausbildung findet großen Anklang.

Kürzlich bestanden auch die Salzburger Kindergärtnerin Angelina Gimmelsberger und ihr Hund Lennox die Prüfung. Lennox begleitet die Pädagogin seit seiner Welpenzeit regelmäßig in den Kindergarten und sowohl Kinder als auch Eltern sind davon begeistert. Gimmelsberger setzt bei der Arbeit auf tiergestützte Pädagogik und konnte damit auch schüchterne und ängstliche Kinder überzeugen. "Lennox wurde schnell zum Mitspieler, Verbündeten, Zuhörer, Freund und Herzenswesen", erzählt die Pädagogin.

Ihr und den anderen Therapiehunde-Teams ist es ein Anliegen, Kindern Respekt vor anderen Lebewesen und das nötige Wissen im Umgang mit Hunden mitzugeben. Genauso sei es aber wichtig, dass Eltern ihre Kinder weder in grundlose Panik vor Hunden versetzen, noch sie dazu ermutigen, fremde Hunde ohne Erlaubnis des Besitzers zu streicheln. Vielleicht hat der Hund irgendwo Schmerzen und schnappt plötzlich zu, falls er unvermutet dort berührt wird.

Wir appellieren an alle Hundebesitzer, ihre Tiere in der Nähe von Kinderspielplätzen oder von Familien stark frequentierten Parks an der Leine zu führen.

Grausam entsorgt!

Eine Mitarbeiterin einer Tankstelle in Wals/Salzburg hat vor wenigen Tagen aus dem Müllcontainer hinter dem Haus ein verzweifeltes Miauen vernommen. Gefunden hat sie einen Kater, dessen Bein verletzt und entzündet war. Assisi-Hof Tierretter Uwe Gottschalk vom Österreichischen Tierschutzverein wurde gerufen und brachte den Vierbeiner gleich zum Tierarzt, wo er behandelt und nun aufgepäppelt wird. Der Kater scheint hart im Nehmen zu sein, denn er ist schon wieder auf dem Weg der Besserung und erholt sich rasch. Der Österreichische Tierschutzverein ist immer wieder entsetzt über das skrupellose Verhalten von Menschen!

Kein Platz für Katzenbabys? Österreichischer Tierschutzverein hilft wirklich!

Eine Katzenmama hat vor wenigen Tagen im Lichtschacht eines Kellers im Bundesasylamt in St. Georgen i.A. ihre vier Babys zur Welt gebracht. Da es sich offenbar um eine Streunerkatze handelt und diese Bleibe keine Dauerlösung sein kann, bemühte man sich im Asylamt, für die Katzenfamilie einen guten Platz zu finden.

Nach vielen erfolglosen Telefonaten und ungehörten Bitten landete der Hilferuf schließlich beim Österreichischen Tierschutzverein. Unsere „Assisi-Hof“ Tierrettung fuhr sofort los und nahm die Katzenmutter samt ihren Babys auf“, kommentiert Susanne Hemetsberger vom Österreichischen Tierschutzverein. Die routinemäßige tierärztliche Untersuchung ergab, dass alle Wohl auf sind. Jetzt werden sie von unseren fürsorglichen Tierpflegern am „Assisi-Hof VII“ in Frankenburg bestens versorgt und in ein paar Wochen, wenn die Katzenkinder von der Mutter getrennt werden können, suchen wir für die Samptpfoten neue gute Plätze bei Tierfreunden.

Welttierschutztag 2015

Seit 1931 wird der 4. Oktober offiziell als Welttierschutztag begangen. Der internationale Aktionstag ist zugleich Namenstag des Heiligen "Franz von Assisi", der als erster, engagierter Tierschützer bekannt ist. Die „Assisi-Höfe“ des Österreichischen Tierschutzvereins stehen das ganze Jahr über täglich offen für notleidende oder heimatlose Tiere.  

Nicht nur der 4. Oktober, sondern 365 Tage im Jahr gelten für den Österreichischen Tierschutzverein als Welttierschutztag. Auf den „Assisi-Höfen“ leben die Tierpfleger rund ums Jahr mit und für Tiere, denen sonst ein fürsorgliches Zuhause fehlt. In diesen Zufluchtsstätten werden (derzeit in Ober- und Niederösterreich) mittlerweile mehr als 400 notleidende Tiere betreut. Oft wurden die armen Geschöpfe zuvor gequält, verletzt oder einfach herzlos ausgesetzt.

Die Einsätze der „Assisi-Hof“-Tierrettung retten – oft in letzter Minute -rund um die Uhr Tierleben  und bringen wieder Hoffnung und Sicherheit für verschreckte Tiere.

Auf den großzügigen „Assisi-Höfen“ erholen sich die bedürftigen Tiere meist rasch: sie genießen hier viel Freiheit, Zuwendung und artgerechte Pflege. Sobald sie wieder vermittelbar sind, können sie an einen neuen Pflegeplatz vergeben werden oder am „Assisi-Hof“ einen beschützten Lebensabend verbringen.

Gelebter Tierschutz jeden Tag

Der Welttierschutztag sollte für jeden Einzelnen ein Anlass sein, zu überdenken, in welcher Hinsicht das Wohl der Tiere besonders im Argen liegt. Viele Tiere werden heute unüberlegt aus einer spontanen Laune heraus im Internet bestellt, um schon bald darauf das Interesse an ihnen wieder zu verlieren. Süßer Babynachwuchs in Tiergärten wird immer noch medial bejubelt, anstatt die wahren Hintergründe dieser Tiergefangenschaft zu beleuchten. In der Jägerschaft machen sich immer mehr „schießwütige, schwarze Schafe“ breit und überschatten das vormals positive Image der Heger und Pfleger für Wild und Wald. Stellen Sie sich doch im Supermarkt öfters die Gewissensfrage zum Thema Fleischkonsum: muss es wirklich regelmäßig das Billigfleisch sein, das nachweislich nur aus Massentierhaltung stammen kann? Oder wäre ein Verzicht, zumindest ab und an und damit weniger Tierleid nicht ein schöner Vorsatz für den Welttierschutztag?

Wir appellieren an jeden Einzelnen und die zuständigen Behörden im Speziellen, mehr Engagement und Respekt im Umgang mit Tieren zu zeigen.
Schauen Sie nicht weg, wenn Sie Tierleid sehen! Besonders die Politik ist gefordert im Sinne der Tiere für Verbesserungen zu sorgen. Tiere haben nichts von Versprechen, nur von Taten!

Bitte unterstützen Sie die lebensrettende Arbeit des Österreichischen Tierschutzvereins mit Ihrer Spende!
Spendenkonto: IBAN AT30 6000 0000 9001 2022

Vogelbaby gefunden – was füttern?

Vogelbaby gefunden

Sie haben ein Vogelbaby gefunden, das offensichtlich menschliche Hilfe braucht? Ein Vogelkind aufzuziehen ist eine schwierige Aufgabe, auch die beste Pflege bietet leider keine Überlebensgarantie. Mit diesen Tipps erhöhen Sie die Chance, dass Ihr Vogeljunges groß und stark wird:

Greifvogel braucht Hilfe

Am 26. März wurde unser Tierretter Uwe von der Polizei verständigt, dass ein mittelgroßer Greifvogel auf dem Parkplatz der Post in Eugendorf sitzt und nicht mehr wegfliegt. Allerdings versuchte der Vogel auf die Straße zu kommen. Passanten hatten das Tier bemerkt und es daran gehindert. Bei Eintreffen der Assisi-Hof-Tierrettung des Österreichischen Tierschutzverein saß der Greifvogel, immer noch von den Passanten bewacht, auf dem Parkplatz.

Unser Tierretter Uwe erkannte sofort, dass es sich um ein Tier aus Privathaltung handelt, da der Vogel Glocken und Lederschnüre an den Fängen trug und sichtlich keine Scheu vor Menschen hat. Am Kopf waren einige Abschürfungen zu sehen, die darauf schließen ließen, das er einen leichten Unfall hatte.

"Ich brachte das Tier umgehend zu dem Greifvogelspezialisten Dr. Gnigler nach Timelkam, der ihn auch sofort versorgte", berichtet Tierretter Uwe. Bei dem Vogel handelt es sich um einen Mischling aus privater Zucht, wie man auch an dem Fußring ablesen konnte. Der Vogel verblieb in der Obhut von Dr. Gnigler, da nicht fest stand, ob der Unfall nachträgliche Auswirkungen hat. Weiters wird Herr Gnigler anhand der Nummer nach dem Züchter suchen.

Lebendrupf und Stopfmast: Das Martyrium der Martinigänse

Für viele Österreicher gehört das traditionelle Martinigansl zum Herbst, wie Kürbissuppe und Kastanien. Jedes Jahr schießt der Absatz von Gänsefleisch im Oktober und November rasant in die Höhe. Das Problem daran: Über achtzig Prozent der Martinigänse, die hierzulande verzehrt werden, stammen aus ausländischen Gänsemastbetrieben. Deren grausame und skrupellose Vorgangsweise ist leider oft weit entfernt von unseren heimischen Qualitäts- und Produktionsstandards – und wäre in Österreich illegal. Dabei liegt es vor allem beim einzelnen Konsumenten, der tierquälerischen Gänsemast ein Ende zu setzen. Der Österreichische Tierschutzverein klärt auf.

Eier: Lieber aus Bio-, Boden- oder Freilandhaltung?

Eier

Ob als Eierspeise, Spiegelei, pochiert oder zu Nockerl verarbeitet – die Österreicher lieben Eier. Zwei Milliarden Stück verzehren sie im Jahr, 70 Millionen allein zu Ostern. Leider greifen viele Konsumenten immer noch zu Eiern, die unter tierquälerischer Hühnerhaltung produziert wurden. Was Tierfreunde beim Eier-Kauf beachten sollten und wie sie artgerechte Hühnerhaltung unterstützen. 

Zwei Fuchswelpen aufgenommen

Nach den Eichhörnchen befinden sich nun zwei weitere Wildtierjunge in der Obhut der Tierretter des Österreichischen Tierschutzvereins. Zwei Fuchswelpen machen seit drei Wochen den Assisi-Hof unsicher. Spaziergänger fanden den ersten Welpen direkt an einer Bundesstraße und gaben es vertrauensvoll in die Hände des Österreichischen Tierschutzvereins. Ein weiterer Fuchswelpe wurde eine Woche später von einem Auto angefahren und von der Tierklinik Oberalm zur Genesung an den Assisi-Hof übergeben.

Da schauten die Spaziergänger nicht schlecht, als sie am Abend bei ihrer Runde einen etwa 10 Tage alten Fuchswelpen direkt an der Bundesstraße fanden. Geistesgegenwertig nahmen sie das kleine, verängstigte Wildtier mit und brachten es umgehend zum nächst gelegenen Tierarzt. Nach der ersten Untersuchung stellte sich heraus, dass Ludwig, wie er nun heißt, nichts Schlimmes fehlte. Eine Woche später wurde die Tierrettung des Österreichischen Tierschutzvereins nach Oberalm gerufen. Hier wurde ein Fuchsjunges allen Anschein nach von einem Auto angefahren und brach sich ein Bein und das Becken. Die Tierklinik Oberalm versorgte den verletzten Fuchs, der Socke getauft wurde, und übernahm alle Kosten für die Behandlung. Nun befinden sich die zwei kleinen, flauschigen Welpen in der Obhut von Assisi-Hofleiter Oliver Hingsamer. Wie bei menschlichen Babys auch, heißt es jetzt alle zwei Stunden Fläschchen geben und viel Liebe geben. Denn trotz allem fehlt die Mutter, die es so gut wie möglich zu ersetzen gilt.

Auswilderung schwierig

Da Wildtiere, die per Handaufzucht aufwachsen, nur schwer wieder ausgewildert werden können, ist die Zukunft von Ludwig und Socke noch ungewiss. Sie werden die Nähe des Menschen gewöhnt sein und dadurch die natürliche Scheu – Menschen gegenüber –  verlieren. Das könnte in Zukunft in freier Wildbahn für die beiden zur Gefahr werden. Ein Platz in einem Wildpark, der eine artgerechte Haltung gewährleistet, wäre eine gute Alternative für Ludwig und Socke.

Hunde an die Leine

Der Österreichische Tierschutzverein appelliert an alle Hundebesitzer, ihre vierbeinigen Lieblinge beim Spaziergang im Wald nicht unbeaufsichtigt frei laufen zu lassen. Hunde sind neugierige Wesen, da sind Nester und Fuchsbaue von großem Interesse. Bei Fuchs Ludwig wird vermutet, dass ihn ein Hund aus seinem Bau geholt und außerhalb abgelegt hat, sodass seine Mutter ihn nicht wiederfand. Ein so kleines Wildtier verlässt nämlich nicht freiwillig und auf eigene Faust seinen Bau. Daher bittet der Österreichische Tierschutzverein alle Hundebesitzer gerade jetzt, wo Fuchswelpen und Rehkitze zur Welt kommen, ihre Hunde nicht unbeobachtet zu lassen oder an der Leine durch den Wald zu führen.

Uhu gerettet!

Gestern gegen 17 Uhr bat uns die Tierärztin Dr. Eva Haberpeuntner um Hilfe, eine vermutlich verletzte Eule einzufangen. Unser Tierpfleger Uwe Gottschalk fuhr daraufhin schnellstmöglich nach Thalgau in die Plainfeldstrasse, wo er vom dort verantwortlichen Revierjäger bereits erwartet wurde.

Schnell hatten die beiden den Vogel im Unterholz des nahe gelegenen Waldes ausgemacht. Es handelte sich um einen sehr schönen und großen Uhu. Beim Versuch sich zu nähren, flog dieser allerdings ein Stück weiter und landete wieder im Unterholz. Auch beim zweiten Versuch versuchte der Vogel zu flüchten, blieb aber erschöpft an einem Hang zwischen einigen Bäumen sitzen. Dort gelang es uns endlich, das Tier behutsam einzufangen.

„Schon, als ich ihn vorsichtig aufhob, sah ich aeine Verletzung am linken Fang“, beschreibt Uwe Gottschalk. Auf kürzestem Weg wurde der Uhu zur Tierärztin gebracht und dort genauer untersucht. Mit ziemlicher Sicherheit dürfte der Uhu bei der Jagd nach Futter in einen Stacheldraht geraten sein. Beim Versuch sich zu befreien, zog er sich mehrere Risse und Stichverletzungen zu. Desweiteren wurde ein Pilzbefall im Schnabel festgestellt, der somit auch gleich mitbehandelt werden kann.

Der Uhu befindet sich nun zu Genesung auf einem Assisihof und wird, sobald die Verletzungen verheilt sind, wieder am Fundort ausgelassen.