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Zu Muttertag auch an die Tiermütter denken!

Eier, Milch, Butter, Schinken und Fleisch – all diese Lebensmittel stehen am festlich gedeckten Frühstückstisch wenn Kinder ihren Müttern zum Muttertag für deren großartige Leistung danken: Geduld, Verständnis, Liebe, starke Nerven und nicht zuletzt auch die körperliche Willenskraft der Geburt an sich, machen „Mama“ für ihre Kinder einfach unersetzlich.

Die Wahrheit beim Namen nennen – Problem Zoo!

Gefangener Gorilla im Zoo
Gefangener Gorilla im Zoo

Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass Tierrechtsorganisationen wie EndZOO nicht den Begriff Zoo, sondern „Zoo-Gefangenschaft“ benutzen? Diese Schreibweise ist absichtlich und bewusst gewählt.
Der Begriff „Gefangenschaft“ ist keine moderne Wortfindung von Tierrechtlern. Bereits der bekannte Schweizer Verhaltensforscher Heini Hediger schrieb, in Bezug auf Zoo-Gefangenschaften, von „Wildtieren in Gefangenschaft“. Und noch heute benutzen Wissen
schaftler das Wort „Gefangenschaft“ (engl. „Captivity“) in ihren wissenschaftlichen Abhandlungen.

Zu Recht!

Leidende Giraffe in einem Zoo.
Zoohaltung ist nicht artgerecht!

Aber warum benutzt EndZOO diese Schreibweise?
Alle Vorfahren der heutigen Zooinsassen wurden einst gewaltsam und mit riesigen Opferzahlen „eingefangen“, ihrer Freiheit beraubt und letztendlich in die lebenslange „Zoo-Gefangenschaft“ zu Unrecht verschleppt. Somit befi nden sich alle heutigen Inhaftierten und deren zukünftigen Generationen korrekterweise in dieser unrechtmäßigen und mit keinem Grund zu rechtfertigenden lebenslangen Gefangenschaft. Unrecht beim Namen zu nennen ist, nach Ansicht von EndZOO, nicht nur richtig, sondern zwingend notwendig.
Das Wort „Gefangenschaft“, das unwiderruflich Brutalität, Tod, Qualen, Leiden, Zwang und Unrecht beinhaltet, drückt immer etwas Negatives aus. Stellt die Zoo-Gefangenschaft in ein schlechtes Licht. Um dieser unrühmlichen Wahrheit zu entkommen, greifen Zoo-Gefangenschaften seit vielen Jahren zum Mittel der sprachlichen Vertuschung und Beschönigung. Sie bemächtigten sich hierbei der Macht der Worte. So benutzen sie bewusst den verschleiernden Begriff „Zoo“. Oder sie sprechen, um die Tatsache der „Gefangenschaft“ noch besser leugnen zu können, gern von „Tieren in menschlicher Obhut“. Das Wort „Obhut“ ist, im Gegensatz zu „Gefangenschaft“, natürlich positiv besetzt. Mit Obhut verbinden wir z.B. behütet, geborgen, geschützt oder sicher sein. Doch wie sicher, behütet und geborgen sind Zoo-Insassen in der Wirklichkeit? Sind die vermeintlich „überschüssigen“ Insassen vor der Giftspritze, vor dem Tod durch Erschießen oder vor dubiosen Tierhändlern sicher? Sind fl ugfähige Vögel, vor der Verstümmelung zu lebenslanger Flugunfähigkeit, sicher? Sind Raubkatzen, Bären oder Elefanten vor langanhaltenden Leiden, die sich in Verhaltensstörungen widerspiegeln, sicher? Sind diverse Arten vor den Folgen von Inzest und Inzucht geschützt? Nein! Der Begriff der „menschlichen Obhut“ ist eine glatte Lüge und soll das unwiderrufliche Unrecht in den Zoo-Gefangenschaften vertuschen. Die Benutzung des Begriffes „Zoo-Gefangenschaft“ ist also für die Aufrechterhaltung von Wahrheit und zur öffentlichen Aufklärung unumgänglich. Der Begriff ist unser Mittel, um gegen die eklatante Dauerverfälschung und -verharmlosung von grausamen Tatsachen wie Unrecht und Tierquälerei durch die Zoo-Gefangenschaften entgegenzuwirken.

Die Lüge von der Eisbärenrettung in Zoo-Gefangenschaft

Eisbär in seinem kleinen Gehege
Eisbär in Gefangenschaft

Zum heutigen Welt-Eisbären-Tag haben wir auf der Seite Endzoo folgenden Artikel gefunden: HIER geht’s zum Artikel.

EndZOO-Tatsachen zum morgigen Welt-Eisbären-Tag

Heute ist „Welt-Eisbären-Tag“.

Doch für Eisbären in weltweiter Zoo-Gefangenschaft ist dies kein Grund zum Feiern. Denn eine aktuelle Auswertung des „Internationalen Eisbären-Zuchtbuches“ durch Tierrechts-, Arten- und Tierschutzorganisation „EndZOO Österreich“ beweist jetzt, dass sich der Eisbär in Gefangenschaft dauerhaft nicht wohlfühlen kann und seine Zurschaustellung keinen wertvollen Beitrag zur Arterhaltung darstellt.

 

Die Daten des Zuchtbuches weisen folgende Bilanz auf: So halten immer weniger Zoo-Gefangenschaften anhaltend weniger Eisbären. Wurden 1980 weltweit noch über 600 Eisbären in 199 Einrichtungen gefangen gehalten und zur Schau gestellt, waren es 2016 nur noch knapp über 300 Eisbären in nur noch 130 Haltungen.

 

Zudem weisen Eisbären in Gefangenschaft, u.a. aufgrund der nicht artgerechten und qualvollen Haltungsbedingungen, die höchste Jungtiersterblichkeit unter Großbären auf. So ergab die Zuchtbuchauswertung (1980-2013), dass 68% aller in Gefangenschaft geborenen Eisbären (1108 berechnungsfähige Individuen) noch vor ihrer Geschlechtsreife von 4 Jahren gestorben sind. Insgesamt 269 Eisbärenbabys waren Totgeburten, 410 Babys wurden nicht älter als 30 Tage und 76 Individuen starben noch bevor sie 4 Jahre alt wurden. Lediglich 353 Eisbären wurden älter als 4 Jahre. Von diesen 353 Bären müssten, nach noch nicht vollständig abgeschlossener Recherche von EndZOO, heute nur noch etwas über 190 Individuen leben. Angesichts dieses anhaltenden Zuchtdesasters und der Aussage etlicher Zoovertreter*Innen, dass die Geburten- und Aufzuchtrate ein „wichtiger Indikator für das Wohlbefinden“ sei, kann von einem erheblichen Unwohlsein und Leiden bei Eisbären in der Zoo-Gefangenschaft ausgegangen werden.

 

Laut Wissenschaftler, wie den weltweit anerkannten Biologen Edwards O. Wilson, sind mehr als 500 Individuen erforderlich, um eine Tierart auf lange Sicht in einem genetisch gesunden Zustand zu erhalten. Bei einer Population unter 500 Individuen „ist die genetische Drift stark genug, um einige Gene zu eliminieren und die genetische Variabilität der Gesamtpopulation zu mindern.“  In der Geschichte des Zuchtbuches wurden, laut EndZOO, noch nie so wenig Eisbären in Gefangenschaft geboren oder gehalten. Dieser Negativtrend wird anhalten und auch dramatische Folgen haben.

 

Die Forderung von EndZOO ist, sofort mit dem Auslaufen der Gefangenschaftshaltung von Eisbären zu beginnen und alle Kräfte und Gelder in den Erhalt und Schutz des natürlichen Lebensraumes zu investieren.

 

EndZOO kann heute schwarz auf weiß belegen, dass die Haltung von Eisbären in Gefangenschaft ein Irrweg ist und die Eisbären darunter erheblich leiden. Die Anzahl des Eisbären in Gefangenschaft wird in den nächsten Jahren noch schneller abnehmen. Die genetische Vielfalt wird weiter sinken und die Inzucht zunehmen. Dann werden noch mehr in Gefangenschaft geborene Eisbären die Geschlechtsreife von vier Jahren nicht mehr erleben und wie hunderte Verwandte vor ihnen frühzeitig sterben. Wann sehen wir Menschen ein, dass die Eisbärenrettung in Gefangenschaft eine von vielen Zoo-Lügen ist? Wenn es zu spät ist?“, so EndZOO-Zooexperte Frank Albrecht abschließend.

 

Details zur Auswertung finden Sie unter: http://endzoo.at/wp/eisbaerzuchtbuch/

 

Pressekontakt: Frank Albrecht (Sprecher); Tel.: 0043 (0) 664/ 991 29 39; E-Mail: EndZOO@gmx.at; Internet: http://endzoo.at/wp/

 

EndZOO ist eine internationale Tierrechts-, Tierschutz- und Artenschutzorganisation. Nicht-menschliche Tiere in der Zoo-Gefangenschaft haben auch ein Recht auf Leben, persönlicher Freiheit und das Recht auf körperlicher und psychischer Unversehrtheit. Daher setzen wir uns für ein schnellstmögliches Auslaufen aller Zoo-Gefangenschaften ein. Zudem fordern wir weitestgehend leidmindernde Zoo-Haltungsbedingungen und wir treten für den Schutz und den Erhalt der natürlichen Lebensräume in Freiheit ein.

Tierrettung: Katze zwei Tage in Baum

Kürzlich erreichte die Tierrettung des Österreichischen Tierschutzvereins ein Anruf aus der Gemeinde Neumarkt am Wallersee. In ca. 15 Metern Höhe eines Baumes saß seit bereits 2 Tagen eine Katze fest. Die Freiwillige Feuerwehr konnte leider nicht helfen, da die Leiter nicht weit genug reichte. Unser Tierretter Uwe Gottschalk sprach sich mit der Feuerwehr ab und gemeinsam wurde die Tierrettung gestartet. „Nach gründlicher Vorbereitung konnte ich in den Baum steigen, leider war es sehr schwierig und gefährlich, da es sich um eine Weide handelte, deren Äste schnell brechen“, schildert Tierretter Uwe. Die Katze konnte aber eingefangen werden. Die Besitzerin berichtet: „Meine kleine Katze ist sofort in die Wohnung gelaufen und war nicht verletzt. Sie ist gesund und munter. Ich danke allen Beteiligten für die Rettung meines Lieblings.“

Auf Grund von Schneefall und nassem Holz war es für unseren Tierretter eine riskante Aktion, die aber trotzdem ein Happy End hatte. Wir danken unserem Uwe und der Freiwilligen Feuerwehr aus Neumarkt am Wallersee für ihren Einsatz.

Tiermesse Exotica: Österreichischer Tierschutzverein äußert Kritik

 

 

 

Österreichischer Tierschutzverein kritisiert Reptilienmesse Exotica

Leider nimmt die Beliebtheit sogenannter exotischer Haustiere stetig zu. Die Problematik dabei: Schlangen und Co. sind zwar ziemlich günstig auf Messen wie der Exotica zu erwerben, ihre artgerechte Haltung ist jedoch deutlich kostenintensiver. Vielen Käufern ist das nicht bewusst.

Die artgerechte Haltung von Gekkos, Spinnen, usw. ist außerdem sehr schwierig. Erkrankungen bei Reptilien sind, anders als bei Säugetieren, für Laien schwer festzustellen, da die Tiere generell selten Laute von sich geben. Viele Reptilien sterben über Monate einen stummen, hilflosen Tod.

Viele Besitzer fühlen sich irgendwann überfordert und setzen die Tiere dann aus. Die „Franz von Assisi-Höfe“ des Österreichischen Tierschutzvereins und viele Tierheime im ganzen Land laufen über, weil den Menschen nicht klar ist, dass z.B. Schlangen viele Meter lang werden.

Deshalb sollte eine Kaufentscheidung wohlüberlegt sein und auf keinen Fall spontan getroffen werden. Die Exotica wirbt jedoch mit einer zweistündigen Schulung in Terraristik und erweckt so den Eindruck, dass in dieser kurzen Zeit alles zu erlernen sei, was nötig ist. Das dient der Verkaufsförderung. Die vielen Tiere werden in winzigen Plastikcontainern aufbewahrt und werden ständig hochgenommen und inspiziert. Sie stehen unter großem Stress, den viele von ihnen nicht überleben.

Der Österreichische Tierschutzverein appelliert an wahre Tierfreunde: Erfreuen Sie sich an den Schlangen, Fröschen und Spinnen am Besten im Rahmen einer Naturdokumentation im Fernsehen oder in den heimischen Wäldern und bleiben Sie einer solchen kommerziellen Veranstaltung fern!

 

 

 

Waisenkätzchen öffnen die Augen

Nach dem tragischen Unglück, bei dem ihre Mutter ums Leben kam, entwickeln sich die vier Waisenkätzchen gut. Der Österreichische Tierschutzverein ist stolz und dankbar, das Quartett durch die erste Woche gebracht zu haben.

Die Kätzchen nehmen das Fläschen sehr gut an und machen einen gesunden, stabilen Eindruck. Auch wenn man noch immer nicht sicher sein kann, dass sie es ins Erwachsenenalter schaffen, Grund zur Hoffnung gibt es auf jeden Fall! Nun steht auch fest: Es handelt sich um zwei Mädchen und zwei Buben. Die Kleinen öffenen nun nacheinander die Augen und erkunden tapsig ihre Umwelt auf dem "Assisi-Hof VII".

Nationalratswahl ist auch eine Wahl für den Tierschutz

Entscheide Dich und wähle: für den Tierschutz!

Wer am 15.Oktober sein Kreuzchen für den zukünftigen Nationalrat platziert, entscheidet nicht ausschließlich für seine eigene Zukunft, sondern wählt auch im Sinne der Tiere. „Tierschutz zählt in jedem Land zur Agenda der Parteien und ist dennoch nicht fixer Bestandteil der einzelnen Parteien.“ so Erich Goschler (Ehrenpräsident des Österreichischen Tierschutzvereines). Umso wichtiger ist es also, sich vor der Wahl auch die Frage zu stellen: „Welche Partei unterstützt den Tierschutz und welche nicht?“ Der Österreichische Tierschutzverein hat die einzelnen Parteien etwas genauer unter die Lupe genommen und die wichtigsten Punkte zusammengefasst:

 

Erwartungsgemäß sind die Grünen in puncto Tierschutz die relevanteste Partei. Dabei legen sie ihren Fokus auf die Verbesserung  von Tiertransporten, die Optimierung der Haltungspflichten für Nutztiere sowie drastische Änderungen in Bereich der Massentierhaltung, was sehr zu begrüßen ist. Ihren Standpunkt vertreten sie dabei nicht nur auf dem Papier, sondern ebenso im Parlament sowie in der Öffentlichkeit. Die KPÖ ist zweifelsfrei eine sehr Tierschutzaffine Partei die aber, vermutlich aufgrund der geringen Wählerschaft, zu klein wäre um im Tierschutz tatsächlich etwas bewegen zu können. Ebenso ist die Liste Pilz hinsichtlich Tierschutz durchaus einen Blick wert. Die Partei stellt allerdings klar, dass ihre Kandidaten ihr Programm sind. Es gibt somit kein Parteiprogramm, sondern nur die Standpunkte der Kandidaten. Für den Tierschutz setzt sich Dr. Sebastian Bohrn Mena ein. Sein 32 Punkte umfassender Aktionsplan zeigt konkrete Ansatzpunkte um Tieren zu helfen. Doch wie bei der KPÖ stellt sich auch hier die Frage, ob die Liste Pilz stark genug werden wird, um etwas zu bewegen. Die SPÖ hat zwar, aufgrund des Tierschutzministeriums, die besten Möglichkeiten im Tierschutz etwas zu bewegen, verhält sich diesbezüglich leider aber etwas zurückhaltender als erhofft. Das aktuelle Wahlprogramm beinhaltet leider explizit keine Punkte zum Thema Tierschutz. Dennoch hat man angekündigt, am 20.September einen Initiativantrag einbringen zu wollen. Verbesserungen beim neuen Tierschutzgesetz sollen damit erzielt werden.

 

Die NEOS hinter Matthias Strolz verhalten sich zum Thema Tierschutz weitgehend neutral. In Verbindung mit der Thematik Umweltschutz betonen die NEOS regelmäßig die Wichtigkeit des Artenschutzes in ihrem Parteiprogramm und betonen dies auch in der Öffentlichkeit. Matthias Strolz: „Ich bin ein Verfechter des umfassenden Tierschutzes, der mir auch persönlich ein großes Anliegen ist. Das bedeutet auf der einen Seite müssen die Regeln in Österreich überdacht und überarbeitet werden  und auf der anderen Seite müssen ebenso Maßnahmen im Zuge des Klimawandels ergriffen werden, um den drastischen Rückgang der Artenvielfalt zu stoppen.“ Die FPÖ hinter Heinz-Christian Strache war kein Unterstützer des neuen Tierschutzgesetzes und setzt sich auch in puncto Jagd nicht für den Tierschutz ein. Dennoch lassen sich in der FPÖ erste Ansätze erkennen, den Tierschutz zu stärken. Das Handbuch Freiheitliche Politik (2013) betont notwendige Verbesserungen in der Nutztierindustrie. In Summe bleibt aber fraglich wie die FPÖ den Tierschutz genau stärken möchte. Die ÖVP hinter Sebastian Kurz war schon immer „Agrar-affin“ und kümmert sich wenig um den Tierschutz. Im Zuge des Tierschutzgesetzes fordert die ÖVP sogar Ausnahmeregelungen für die Landwirtschaft großteils zu Lasten der Tiere und auch in puncto Jagd in der Wirtschaft agiert die ÖVP leider vorrangig im Interesse der Industrie. In Summe lässt sich aus dem aktuellen Programm das starke Bestreben nach mehr Ressourceneffizienz  in der Landwirtschaft erkennen, was noch schlechtere Haltungspflichten im Sinne des Tierschutzes zur Folge hätte.  Wer sich in puncto Tierschutz – unabhängig von den Wahlen – lieber auf seine eigene Stimme verlässt, kann die Petition des Österreichischen Tierschutzvereines unterzeichnen. Dabei geht es um das Tierschutzgesetz, das in jedem Fall noch einige Verbesserungen benötigt. https://tierschutzverein.at/petitionen/nein-zum-neuen-tierqualgesetz/

Das Geschäft mit dem Tod

So lautet der Titel der sehenswerten Ausstellung, die noch bis 30. Juni im Wiener Naturhistorischen Museum läuft. Die Sonderausstellung beschäftigt sich mit dem Thema Artensterben, nicht ausschließlich, aber mit einem Schwerpunkt auf das vom Menschen verursachte Artensterben der letzten Jahrzehnte.

Der Österreichische Tierschutzverein möchte allen, die dazu die Möglichkeit haben, nahelegen, die Ausstellung zu besuchen. Sie ist sehr anschaulich gestaltet und lässt niemanden unberührt.

Das Naturhistorische Museum hat aufgrund der Kritik des Österreichischen Tierschutzvereins vor einigen Jahren die Haltung lebender Tiere eingestellt. Wie man an dieser Ausstellung nun sieht, kann man ohne Tiere gefangen zu halten, Menschen aufklären und ihnen den Wert unserer Tier- und Pflanzenwelt nahebringen.

Link zur Ausstellung

Herzlos ausgesetzt

Ein Hund wurde am 19.08.2016 um 06.15 Uhr auf einem Bauernhof in Thalgau ausgesetzt und an einen Balkenmäher angebunden. Der Besitzer des Bauernhofes fand den einjährigen Rüden und alarmierte die Assisi-Hof Tierrettung des Österreichischen Tierschutzvereins. Der junge Hund ist nicht kastriert und nicht gechipt. Somit kann der Besitzer leider nicht ausfindig gemacht werden. Der Österreichische Tierschutzverein bittet um Ihre Hilfe! Wenn jemand diesen Hund kennt, melden Sie sich bitte unter 0662/843255 oder 0664/2210717. Gerne auch per Mail an office@tierschutzverein.at

Hinweise werden selbstverständlich vertraulich behandelt.

3 Milchkühe statt Wild erschossen

Die Ursachen für Jagdunfälle können vielfältig sein: Jagdhitze, Unachtsamkeit, fehlende psychologische Eignung, mangelnde Verlässlichkeit, Sehschwäche oder auch Alkoholeinfluss. Der Druck auf Jäger – wie in diesem Fall behauptet – war sicherlich nicht die Ursache für den aktuellen Jagdunfall, der die Öffentlichkeit nun beschäftigt.

Drei Milchkühe des Bürgermeisters der Gemeinde Prigglitz, Bezirk Neunkirchen, wurden von einem Jäger angeschossen; eine Kuh starb an Ort und Stelle, die anderen beiden Tiere mussten eingeschläfert werden. Die Rechtfertigung seitens des Nö. Landesjagdverbandes kam prompt: der enorme Druck auf Jäger, Wildbestände massiv dezimieren zu müssen, sei schuld an diesem Jagdunfall.

Die Jägerschaft will es einfach nicht wahrhaben, dass es heute gerade wegen der Jagd mehr Wild als je zuvor gibt. So stieg etwa die Anzahl der geschossenen Wildschweine in der Jagdsaison 2012/13 um 88,5% im Vergleich zum Vorjahr auf fast 50.000 an – trotzdem gibt es eine Wildschweinplage. Man muss erkennen, dass die Populationsdichte jagdtechnisch nicht in den Griff zu bekommen ist. Jägern sind die wahren Ursachen der Überpopulation vermutlich durchaus bekannt – nur fehlt der Wille zur Ursachenbekämpfung. Immerhin sichert erst ein hoher Wildbestand die hohen Abschusszahlen.

Erhöhte Wildbestände sind hausgemacht und von der (auch bäuerlichen) Waidmannschaft mitverursacht. Tatsächlich belegen Studien, dass sich Wildtiere durch die Jagd stärker als unter natürlichen Umständen vermehren. Eine französische Langzeitstudie – veröffentlicht im renommierten „Journal of Animal Ecology“ – kam zum Ergebnis, dass eine starke Bejagung zu einer deutlich höheren Fortpflanzung führt und außerdem die Fruchtbarkeit bei Wildschweinen stimuliert. Anders formuliert: In Gebieten mit weniger Jagddruck ist die Vermehrung der Tiere hingegen deutlich geringer.

Wildschweine haben außerdem eine sehr empfindliche Sozialstruktur. Wird die „Rotte“ durch Abschuss der „Leitbache“ zersprengt, brechen die führungslosen Tiere in die Felder ein, alle Bachen werden mehrmals im Jahr fruchtbar und vermehren sich völlig unkontrolliert.
Insofern löst die Jagd keine ökologischen Probleme, sondern schafft sie erst.

Ein weiteres, auch hausgemachtes Problem: die legale oder illegale, ganzjährige massive Zufütterung sorgt für ein unnatürlich hohes Nahrungsanbot, das wiederum zur Vermehrung der Tiere beiträgt. Und Mais verstärkt nachweislich die Fruchtbarkeit von Schwarzwild. Es gibt insofern nicht nur eine Massentierhaltung für Nutztiere, sondern regelrecht auch eine für Wildtiere im Wald. Die Jägerschaft muss endlich Verantwortung für die hohen Populationsdichten übernehmen und das Problem an der Wurzel anpacken, fordert Der Österreichische Tierschutzverein. Die Abschüsse etwa bei Wildschweinen noch weiter zu erhöhen ist der falsche Ansatz. Der sogenannte Jagddruck taugt auch nicht dafür, um Jagdunfälle rechtzufertigen. Die Jägerschaft kann doch schon seit Jahren beobachten, dass nicht alles, was man abschießt, weniger wird.

 

Links zu den Artikeln:

ursprünglicher Artikel: http://kurier.at

Updates: http://kurier.at

http://noe.orf.at