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24. Juni: Bring deinen Hund mit zur Arbeit-Tag

Haustiere am Arbeitsplatz können Stress lindern und das Team motivieren – wenn die Voraussetzungen stimmen.

Den eigenen Vierbeiner an den Arbeitsplatz mitzunehmen, erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Jetzt haben auch Studien ergeben, dass soziale Interaktionen mit tierischen Arbeitskollegen einen positiven Einfluss auf Körper und Seele haben. Vor allem Hunde gelten in vielen Büros als gern gesehene Gäste. Sie schaffen es allein durch ihre Anwesenheit, das Betriebsklima zu verbessern und den Stresslevel zu senken. Außerdem werden Mitarbeiter entlastet, die das Tier sonst allein zu Hause lassen müssten. Auch im Büro des Österreichischen Tierschutzvereins sind die vierbeinigen Arbeitshelfer nicht mehr wegzudenken. Gleich zwei Bürohunde – Merlin und Jenny, letztere ist auf dem Bild zu sehen – tragen hier zum Wohlbefinden der Mitarbeiter bei.

Auch Kleintiere tragen zur Gesundheit bei

Grundsätzlich wurden die positiven Effekte auch bei Kleintieren wie Katzen, Hasen und Co. beobachtet. Hunde eignen sich dennoch am besten, da Kleintiere sensibler auf Stress reagieren und ihr täglicher Rhythmus gestört wird. Damit sich Hunde richtig wohlfühlen können, gilt es, einige wichtige Dinge zu bedenken: Bürohunde benötigen ein ruhiges Plätzchen zum Liegen, frisches Wasser und ausreichend Futter zu ihren gewohnten Zeiten. Auch das Gassi gehen sollte genau geregelt werden. Ebenfalls unerlässlich ist eine gute Erziehung. Sind diese Voraussetzungen erfüllt und leidet kein Kollege an einer Tierhaarallergie, steht einem tierischen Arbeitskollegen nichts mehr im Weg – außer vielleicht der Vorgesetzte. Ohne seine Zustimmung darf ein Hund nicht an den Arbeitsplatz mitgebracht werden.

Kooperation mit Billa

Seit Kurzem gibt es bei BILLA Produkte rund um´s Tier von der BILLA-Eigenmarke. Damit profitieren nicht nur Haustierhalter in Form von Qualität zu günstigen Preisen, sondern auch der Österreichische Tierschutzverein. Pro verkauftem Produkt aus der neuen Serie unterstützt BILLA mit 1 Cent die Tiere auf den "Assisi-Höfen" des Österreichischen Tierschutzvereins.

Wir freuen uns sehr über diese Kooperation und hoffen, dass die vielen Produkte wie Katzen- und Hundefutter, Katzenstreu, Nagernahrung u.v.m. positiv angenommen und gekauft werden und wir mit dieser Unterstützung vielen notleidenden Tieren ein neues und sicheres Zuhause geben können. Bitte informieren Sie auch Ihre Freunde, Bekannten und Verwandten über diese neuen Tiernahrungs- und Zubehörprodukte von BILLA. 

Kastrationspflicht einhalten verhindert Tierleid!

Kein Ende der Herbst-Katzenschwemme in Sicht! Fast wöchentlich bieten die „Assisi-Höfe“ des Österreichischen Tierschutzvereins in der letzten Zeit hilflosen Katzenbabys Zuflucht. Oft haben andere Tierschutzheime keine  Kapazitäten mehr frei, was aufgrund der Vielzahl an heimatlosen Kätzchen kaum verwundert.

Unsere hellen und großzügigen Katzenhäuser mit Kratzbäumen und Kuschelplätzen bieten zwar viel Raum, aber natürlich sind auch unsere Möglichkeiten  begrenzt. Wenn die, seit 2005 gesetzliche Kastrationspflicht, endlich eingehalten würde, könnte viel Tierleid verhindert werden.

Die aufgefundenen, wilden Katzenkinder „Basti, Bella, Bibi und Bubi“ müssen sich erst langsam an den Menschen gewöhnen. Mit viel Liebe und Streicheleinheiten ist die Hand aber mittlerweile kein großer Feind mehr. Jeder Tag bringt große Fortschritte und so steht die Zukunft zumindest für diese süßen Kätzchen unter einem guten Stern.

Katzenliebhaber sollten nicht lange zögern, sich für eines der süßen Katzenkinder zu entscheiden. Am „Assisi-Hof VII“ toben sie einstweilen ausgelassen mit den anderen Miezen im Katzenhaus und in der Natur des großzügigen Freigeländes.

Interessenten melden sich bitte beim Österreichischen Tierschutzverein unter der Tel.: 0664/9642685.

Medina sucht neues Zuhause

Die grau-weiße Mischlingsdame aus Anthering genießt nach ihrer Rettung vor zwei Wochen nun die liebevolle Pflege am „Assisi-Hof III“ in Oberwang. Die Fundhündin Medina ist mittlerweile im Besitz des Österreichischen Tierschutzvereins. Nachdem der Besitzer ausfindig gemacht werden konnte, war schnell klar, dass dieser keinerlei Interesse mehr an der treuen Gefährtin hat.

Durch den raschen Einsatz der „Assisi-Hof-Tierrettung“ ist dem Vierbeiner  glücklicherweise das traurige Schicksal eines Streunerhundes erspart geblieben. Von der Kälte in die warmherzige Atmosphäre eines „Assisi-Hofes“ – das war für Medina ein wahres Weihnachtswunder! Die zutrauliche Fellnase hat sich von dem riskanten Abenteuer bereits gut erholt und tollt mit den anderen Hunden täglich vergnügt im Schnee herum.

Die Mischlingsdame ist jünger als vermutet, nämlich zwischen fünf und sieben Jahre alt. Sie steht ab sofort zur Vergabe bereit und ist ein ausgesprochen anhängliches Familientier.
Haben Sie Interesse an Medina, dann melden Sie sich bitte am „Assisi-Hof“ unter der Tel-Nr: 0664 22 10 717

Reißende Bestien mitten unter uns?

Mediale Überspitzung von Wildtiertötungen durch Hunde in der Kritik

„Trächtige Rehgeiß von streunenden Hunden gerissen“, „Streunende Hunde töteten Reh“, „Wildernder Hund riss Reh mitten im Ort“. So und ähnlich lauten viele Zeitungsmeldungen der letzten Wochen. Der Österreichische Tierschutzverein kritisiert nun die fehlende Verhältnismäßigkeit solcher Meldungen.

35.865 Rehe fielen laut Statistik Austria im Jagdjahr 2011/2012 Verkehrsunfällen zum Opfer. Die Jäger selbst erschossen in diesem Zeitraum sogar 270.000 Rehe. Angesichts solcher Bilanzen sind die Opferzahlen von Hunden geradezu lächerlich. Selbstverständlich ist es tragisch, wenn Hunde z.B. eine trächtige Rehgeiß töten, doch das ist der Lauf der Natur. Rehe sind die klassische Beute von Wölfen und Bären. Durch ihren ausgezeichneten Geruchs- und Hörsinn und ihre flinken Beine sind diese Tiere bestens an die Flucht vor Fressfeinden angepasst. Aber manchmal wird eben doch eines erwischt.

Die Jägerschaft nützt die wenigen Vorfälle als Rechtfertigung für den Abschuss meist völlig unschuldiger frei laufender Hunde und Katzen. Ein solcher ist nicht einmal meldepflichtig. Haustierbesitzer bangen oft tage- und wochenlang, bis es zur traurigen Gewissheit wird, dass ihr Liebling nie wieder heimkehrt. Schätzungsweise werden in Österreich jährlich ca. 40.000 Katzen und 3000 – 4000 Hunde wegen angeblichen Wilderns erschossen. Die Zahlen wurden von einem deutschen Vergleichswert umgerechnet, wo die Jägerschaft eines Bundeslandes bis vor Kurzem freiwillig Angaben über die Zahl der getöteten Haustiere machte.

Dennoch appelliert der Österreichische Tierschutzverein an Hundehalter, mit ihren tierischen Begleitern gute Hundeschulen zu besuchen, um die Spürnasen anderweitig zu fordern und den Hund damit geistig auszulasten.

Auch der Österreichische Tierschutzverein bietet seit vielen Jahren derartige Hundetrainings erfolgreich an.

 

Mäuse rauchen nicht oder warum Tierversuche nicht effektiv sind

In der tierexperimentellen Forschung geht man von der Annahme aus, man könne das komplexe Krankheits- und Heilgeschehen beim menschlichen Patienten in so genannten "Tiermodellen", also künstlich krankgemachten Tieren, nachahmen. Doch diese Rechnung geht in vielen Fällen nicht auf. Grund dafür ist, was auf den ersten Blick augenscheinlich ist: Der Mensch ist keine Maus. Wir unterscheiden uns von den am häufigsten gebrauchten Versuchstieren schon massiv hinsichtlich des Körperbaus, Organfunktionen und Stoffwechsel. Dazu kommen noch Aspekte wie Fortbewegungsart, Tag-Nacht-Rhythmus, Ernährungs- und Lebensgewohnheiten und die Lebensdauer.

Besonders zur Behandlung der menschlichen Zivilisationskrankheiten wie Herz- und Kreislauf­erkrankungen, Krebs, Diabetes, Rheumatismus und Allergien können Tierversuche aufgrund dieses falschen methodischen Ansatzes wenig beitragen. Denn Mäuse rauchen nicht und ernähren sich auch nicht jahrelang von Fast-Food. Die Krankheitsentstehung kann also nicht an künstlich erkrankten Tieren erforscht werden. Der Mensch bekommt keinen Krebs, weil man Krebszellen in seine Organe spritzt. Zudem weisen Versuchstiere aufgrund ihrer Angst und der unnatürlichen Haltungsbedingungen häufig veränderte Hormonspiegel auf, welche das Versuchsergebnis nachweislich beeinflussen.

In den letzten Jahren und Jahrzehnten wurde eine Fülle neuer tierversuchsfreier Verfahren entwickelt. Der sukzessive Umstieg auf tierversuchsfreie Forschung würde großes Tierleid verhindern. Trotzdem steigt die Zahl der Versuchstiere in Österreich. Sie lag im Jahr 1999 noch bei 129.644 und erhöhte sich bis 2011 auf 191.288.

Igeln in der kalten Jahreszeit helfen

Nicht jeder Igel benötigt unsere Hilfe, denn eigentlich überlisten die stacheligen Gesellen die kalte Jahreszeit mit einem Winterschlaf. Verwaiste, kranke und untergewichtige Tiere hingegen brauchen meist ein wenig Schützenhilfe, um Väterchen Frost zu trotzen. „Bei weniger als 500 Gramm Körpergewicht im November, ist die Gefahr groß, dass die Tiere den Winter nicht überleben“, weiß Jasmine Rieder, Pressesprecherin des Österreichischen Tierschutzverein (ÖTV). Des Weiteren rät Rieder: „Fassen Sie das Tier am besten mit Gartenhandschuhen an und wiegen Sie es mit der Küchenwaage ab.“

Was füttert man in Not geratenen Igeln?

Erwachsene Tiere versorgt man idealerweise mit fleischhaltiger Kost (z.B. mit Dosenfutter für Hunde und Katzen), Hafer- und Hundeflocken, gekochten Eiern, Topfen oder speziellem Igelfutter aus Zoofachgeschäften. Auch ausreichend handwarmes Wasser sollte zur Verfügung stehen. „Bitte keine Milch, denn die vertragen die kleinen stacheligen Gesellen überhaupt nicht“, weiß Jasmine Rieder vom ÖTV. Wichtig ist auch, die Tiere nicht zu überfüttern, das Idealgewicht liegt bei 700 Gramm. Die Tiere sollten dann auch erst im Frühjahr wieder ausgesetzt werden, wenn kein Frost mehr droht. Für nähere Informationen zum Thema „Igeln durch den Winter helfen“ kann die kostenlose Broschüre des Österreichischen Tierschutzverein über office@tierschutzverein.at oder telefonisch unter 0662/ 84 32 55 angefordert werden.

Nationalratswahl ist auch eine Wahl für den Tierschutz

Entscheide Dich und wähle: für den Tierschutz!

Wer am 15.Oktober sein Kreuzchen für den zukünftigen Nationalrat platziert, entscheidet nicht ausschließlich für seine eigene Zukunft, sondern wählt auch im Sinne der Tiere. „Tierschutz zählt in jedem Land zur Agenda der Parteien und ist dennoch nicht fixer Bestandteil der einzelnen Parteien.“ so Erich Goschler (Ehrenpräsident des Österreichischen Tierschutzvereines). Umso wichtiger ist es also, sich vor der Wahl auch die Frage zu stellen: „Welche Partei unterstützt den Tierschutz und welche nicht?“ Der Österreichische Tierschutzverein hat die einzelnen Parteien etwas genauer unter die Lupe genommen und die wichtigsten Punkte zusammengefasst:

 

Erwartungsgemäß sind die Grünen in puncto Tierschutz die relevanteste Partei. Dabei legen sie ihren Fokus auf die Verbesserung  von Tiertransporten, die Optimierung der Haltungspflichten für Nutztiere sowie drastische Änderungen in Bereich der Massentierhaltung, was sehr zu begrüßen ist. Ihren Standpunkt vertreten sie dabei nicht nur auf dem Papier, sondern ebenso im Parlament sowie in der Öffentlichkeit. Die KPÖ ist zweifelsfrei eine sehr Tierschutzaffine Partei die aber, vermutlich aufgrund der geringen Wählerschaft, zu klein wäre um im Tierschutz tatsächlich etwas bewegen zu können. Ebenso ist die Liste Pilz hinsichtlich Tierschutz durchaus einen Blick wert. Die Partei stellt allerdings klar, dass ihre Kandidaten ihr Programm sind. Es gibt somit kein Parteiprogramm, sondern nur die Standpunkte der Kandidaten. Für den Tierschutz setzt sich Dr. Sebastian Bohrn Mena ein. Sein 32 Punkte umfassender Aktionsplan zeigt konkrete Ansatzpunkte um Tieren zu helfen. Doch wie bei der KPÖ stellt sich auch hier die Frage, ob die Liste Pilz stark genug werden wird, um etwas zu bewegen. Die SPÖ hat zwar, aufgrund des Tierschutzministeriums, die besten Möglichkeiten im Tierschutz etwas zu bewegen, verhält sich diesbezüglich leider aber etwas zurückhaltender als erhofft. Das aktuelle Wahlprogramm beinhaltet leider explizit keine Punkte zum Thema Tierschutz. Dennoch hat man angekündigt, am 20.September einen Initiativantrag einbringen zu wollen. Verbesserungen beim neuen Tierschutzgesetz sollen damit erzielt werden.

 

Die NEOS hinter Matthias Strolz verhalten sich zum Thema Tierschutz weitgehend neutral. In Verbindung mit der Thematik Umweltschutz betonen die NEOS regelmäßig die Wichtigkeit des Artenschutzes in ihrem Parteiprogramm und betonen dies auch in der Öffentlichkeit. Matthias Strolz: „Ich bin ein Verfechter des umfassenden Tierschutzes, der mir auch persönlich ein großes Anliegen ist. Das bedeutet auf der einen Seite müssen die Regeln in Österreich überdacht und überarbeitet werden  und auf der anderen Seite müssen ebenso Maßnahmen im Zuge des Klimawandels ergriffen werden, um den drastischen Rückgang der Artenvielfalt zu stoppen.“ Die FPÖ hinter Heinz-Christian Strache war kein Unterstützer des neuen Tierschutzgesetzes und setzt sich auch in puncto Jagd nicht für den Tierschutz ein. Dennoch lassen sich in der FPÖ erste Ansätze erkennen, den Tierschutz zu stärken. Das Handbuch Freiheitliche Politik (2013) betont notwendige Verbesserungen in der Nutztierindustrie. In Summe bleibt aber fraglich wie die FPÖ den Tierschutz genau stärken möchte. Die ÖVP hinter Sebastian Kurz war schon immer „Agrar-affin“ und kümmert sich wenig um den Tierschutz. Im Zuge des Tierschutzgesetzes fordert die ÖVP sogar Ausnahmeregelungen für die Landwirtschaft großteils zu Lasten der Tiere und auch in puncto Jagd in der Wirtschaft agiert die ÖVP leider vorrangig im Interesse der Industrie. In Summe lässt sich aus dem aktuellen Programm das starke Bestreben nach mehr Ressourceneffizienz  in der Landwirtschaft erkennen, was noch schlechtere Haltungspflichten im Sinne des Tierschutzes zur Folge hätte.  Wer sich in puncto Tierschutz – unabhängig von den Wahlen – lieber auf seine eigene Stimme verlässt, kann die Petition des Österreichischen Tierschutzvereines unterzeichnen. Dabei geht es um das Tierschutzgesetz, das in jedem Fall noch einige Verbesserungen benötigt. https://tierschutzverein.at/petitionen/nein-zum-neuen-tierqualgesetz/

Herbst-Kätzchen herzlos ausgesetzt

Traurig – immer wieder werden hilflose Kätzchen verlassen aufgefunden. Gerade in den letzten Tagen wurden mehrere ausgesetzte Jungtiere auf dem „Assisi-Hof“ des Österreichischen Tierschutzvereins aufgenommen. Offensichtlich sind jetzt im Herbst viele Katzbabys zur Welt gekommen, um die sich völlig verantwortungslos niemand kümmern will.

Der kleine Kater Kurt wurde von Passanten über längere Zeit beobachtet, bevor man ihn auf den „Assisi-Hof III“ brachte. Dort erhält er nun die nötige liebevolle Pflege und erholt sich bereits sehr gut. Ohne rasche Hilfe wäre er wohl kläglich verhungert. Auch das nasse Wetter der letzten Zeit hatte schlimme Bedingungen für heimatlose Katzenbabys gebracht.

Die „Assisi-Hof-Tierrettung“ des Österreichischen Tierschutzvereins hat auch die beiden Katzen-Geschwister Konrad und Klara abgeholt. Mit ziemlicher Sicherheit sind diese ebenfalls ausgesetzt worden, da sie sich noch in sehr gutem  Ernährungszustand befanden. Eine Tierfreundin hatte die beiden unterhalb der Autobahnbrücke bei Wals im Ortsgebiet Gois entdeckt. Die Jungtiere waren völlig durchnässt und leicht unterkühlt – mittlerweile haben sie sich aber gut erholt und fressen mit Appetit.

Getreu unserem Motto „Wir helfen wirklich“ konnte der Österreichische Tierschutzverein  rasch handeln und die Kätzchen mit der Tierrettung abholen. Sicherheit und liebevolle Pflege erfahren sie nun nach ihrer Aufnahme auf unserem „Assisi-Hof VII“ in Frankenburg (OÖ).

Würden alle Halter ihre Katzen kastrieren lassen, würde es weit weniger ungewollten Katzennachwuchs geben. Seit dem Jahr 2005 gilt in Österreich bereits die Kastrationspflicht für Katzen, aber gerade im ländlichen Raum wird diese Vorschrift immer noch häufig nicht eingehalten. Die ständige Vermehrung von Katzen kann nur durch Kastration verantwortungsvoll geregelt werden.

Ice Bucket-Spenden unterstützen Tierversuche

Eiswasser über den eigenen Kopf schütten und im Internet posten – was für ein vermeintlicher Spaß für alle Teilnehmer und „Zuseher“. Die Ice Bucket Challenge ist weltweit in aller Munde und soll außerdem mit Spendengeldern einem guten Zweck dienen. Dass diese Mittel leider auch für Tierversuche eingesetzt werden und die Wasserverschwendung eine völlig sinnlose Aktion darstellt, hat bis jetzt kaum jemand bedacht.

Der Erfolg der Ice Bucket Challenge kennt keine Grenzen: innerhalb eines Monats flossen rund 100 Millionen an Spendengelder an die ALS Association (ALSA) in den USA. Die seltene Nervenkrankheit erhielt diesen Sommer dadurch gesteigerte Beachtung in der Weltöffentlichkeit. Wer offiziell im Internet nominiert wird, soll sich entweder einen Kübel mit Eiswasser über den Kopf schütten oder für ALS spenden. Mittlerweile hat sich gezeigt: die meisten Teilnehmer machen beides.

Der erfolgreichsten Internet-Kampagne des Jahres kann sich kaum jemand entziehen, der öffentliche Druck der Community ist zu groß. So verging kaum ein Tag ohne neue Eisduschen internationaler Prominenter wie Mark Zuckerberg, Bill Gates, Justin Bieber oder sogar Barack Obama.

Doch kritische Stimmen mehren sich! Der traurige Aspekt an der Aktion: die Heilung der Nervenkrankheit ALS wird mit Tierversuchen erforscht. Das bedeutet, wer dafür spendet, unterstützt das systematische zu Tode Quälen von wehrlosen Versuchstieren. Die ALS-Gesellschaft setzt bei ihren Forschungen auf sogenannte „Tiermodelle“, wie es im lebensverachtenden Jargon heißt. Hauptsächlich werden genmanipulierte Mäuse und Ratten verwendet, die das komplexe Krankheitsbild des Menschen gar nicht abbilden können. Die Tiere leiden daher umsonst an fortschreitenden Lähmungen und sterben qualvoll.

Die Eiswürfel-Selbstdarsteller verschwenden leider auch wertvolles Trinkwasser, das weltweit immer kostbarer wird und mit dem man bewusst umgehen und haushalten sollte, anstatt es aus Jux und Tollerei bei einem unüberlegten Hype zu verschwenden.

Der Österreichische Tierschutzverein ruft daher auf, ALS-Tierversuche nicht mit Spenden zu unterstützen und die sinnlose Wasserverschwendung zu stoppen! Wer trotzdem spenden möchte, sollte tierversuchsfreie Tests mit menschlichen Zellen, Computersimulationen oder Biochips unterstützen.