News

Start News

Jungvogel gefunden – was tun?

Jungvogel gefunden - was tun

Jedes Jahr zur Brutzeit laufen die Telefone unserer Tierrettung heiß. Am anderen Ende: Aufgeregte Spaziergänger, Ausflügler oder Wanderer, die über den Fund eines scheinbar „hilflosen“ oder „verwaisten“ Jungvogels berichten. Retten, mitnehmen und versorgen, ist da oft der erste Instinkt. Gut gemeint – doch für die Vogelkinder nicht immer das Beste. Der Österreichische Tierschutzverein erklärt, wann ein Jungvogel wirklich Hilfe braucht.

„Assisi-Hof“ Tierrettung auch um 3h morgens zur Stelle

„Assisi-Hof“ – Tierrettung auch um 3 Uhr morgens zur Stelle

In der Nacht von Samstag auf Sonntag wurde die „Assisi-Hof“ – Tierrettung  von der Autobahnpolizei Anif zu Hilfe gerufen. Ein verwirrt wirkender Lenker hatte mit seinem Auto die Leitschiene touchiert und wurde von den Einsatzkräften in Gewahrsam genommen. Allerdings musste auch der 60 Kilo schwere Rottweiler des Lenkers versorgt werden.  Die verunsicherte Hündin ließ sich von unserem erfahrenen Mitarbeiter ohne Probleme verladen und auf den „Franz von Assisi-Hof III“ bei Mondsee bringen.  Dort wartet sie nun in der Gesellschaft von friedlichen Artgenossen, bis ihr Herrchen sie wieder abholen kann. Von der guten Zusammenarbeit mit den Behörden profitieren Tiere und Menschen tagtäglich.

Weiße Schafe in der Jägerschaft die Ausnahme?

Nach dem kürzlich bekannt gewordenen Vorfall der grausam zu Tode gequälten Gämse in Tirol und dem tätlichen Angriff von Jägern auf einen Wanderer in Kärnten, lässt der nächste Skandal in der Jägerschaft nicht lange auf sich warten.

Erst gestern erfuhr die Öffentlichkeit von einer weiteren, erschreckenden Begebenheit: Anfang August hatte im Salzburger Pinzgau ein Jäger nur zehn Meter vom nächsten Haus entfernt vom Wald aus in eine Siedlung geschossen. Sein Ziel: ein 16-jähriger Hirsch mit dementsprechend großem Geweih. Es ist zu befürchten, dass diese lohnende Trophäe für den Jäger eine so große Verlockung darstellte, dass er das ausdrückliche Schießverbot bei möglicher Gefährdung von Menschen ignorierte.

Leere Versprechungen?

Erst Anfang des Jahres war, anlässlich des tragischen Todes eines jungen Treibers, eine heftige Debatte um die Sicherheit bei der Jagd  entbrannt. Doch anscheinend waren alle Beteuerungen und Versprechungen zur Besserung seitens der Jägerschaft nur Schall und Rauch.  Dieser unbekannte Jäger besitzt offensichtlich nicht die nötige psychologische Verlässlichkeit. 

Besserstellung von Jägern

Das Problem im österreichischen Waffengesetzt ist: Grundsätzlich wird für den Besitz bzw. das Führen von Waffen eine behördliche Genehmigung benötigt, in deren Rahmen auch eine psychologische Verlässlichkeitsuntersuchung verpflichtend ist. Diese soll sicherstellen, dass die Antragsteller (z.B. bei Stress) nicht dazu neigen, mit Waffen unvorsichtig umzugehen oder diese leichtfertig zu verwenden. Unglaublich: Das WaffG nimmt Jäger hiervon aus. Jäger erlangen entweder den Waffenschein ohne Nachweis über ihre psychologische Eignung oder jagen überhaupt – ganz legal – ohne Waffenpass.

Typisch ist an dem Vorfall, dass der Name des Schützen nicht preisgegeben wird und eine Mauer des Schweigens den Vorfall wochenlang vertuschte. Solange die Jägerschaft sich selbst kontrolliert, wird es auch weiterhin zu derartigen Vorfällen kommen.

Was tun?

Der Österreichische Tierschutzverein hat sich zur Anlaufstelle für verunsicherte Menschen entwickelt, die ihre Sicherheit durch Jäger wiederholt bedroht sehen.

Rund tausend Menschen haben in den letzten Tagen unsere Forderung nach Alkoholverbot und einem verpflichtenden psychologischen Test für alle Waffenbesitzer, einschließlich der Jäger, bereits unterzeichnet.“

Unterzeichnen auch Sie!

 

Ratgeber für den Fischkonsum

Viele Menschen essen in der jetzigen (Fasten-)Zeit vermehrt Fisch! Da dreviertel der Fischbestände überfischt und zahlreiche Fangmethoden massive Umweltschäden verursachen möchten wir Sie darauf aufmerksam machen, welche Fischarten eher, und welche überhaupt nicht empfehlenswert sind!

Jeder kann selbst durch seinen Fischkonsum beeinflussen, ob in Zukunft weiterhin industrielle, hochmodern gerüstete Fangflotten die Weltmeere plündern und viele Arten betreffend mehr fangen, als durch die natürliche Vermehrung nachwachsen kann.

Was wird emfpohlen?

So ist lt. dem Greenpeace Fischratgeber lediglich der Karpfen uneingeschränkt zu empfehlen. Mit Ausnahmen (bestimmter Fanggebiete) wird auch der afrikanische Wels und der Hering empfohlen.

Was wird eingeschränkt empfohlen – je nach Fanggebiet?

z.B.: Barramundi, Dorade / Goldbrasse, Forelle, Heilbutt, Hummer, Kabeljau / Dorsch, Kliesche / Scharbe, Lachs, Miesmuschel, Pangasius, Pilgermuschel, Sardelle / Anchovi, Sardine, Scholle, Schwertfisch, Seehecht, Seelachs / Köhler,…

Lachs z.B.: nur, wenn es sich um Pazifischen Lachs aus dem Nordwestpazifik handelt. Ansonsten nicht empehlenswert!

Was wird absolut nicht empfohlen?

z.B.: Seezunge, Seehase, Sardinelle, Rotbarsch, Makrele, Marlin, Mahi Mahi, blauer Seehecht, Flussbarsch / Egli, Dornhai, Alaska-Seelachs, Wittling,…

Unter http://www.greenpeace.org/austria/de/multimedia/Publikationen/ratgeber/fisch-ratgeber/ finden Sie den Fischratgeber 2014 sowie die Möglichkeit eine App für unterwegs (z.B.: beim Einkauf) herunterzuladen!

Skandal: Haustierabschuss in NÖ ausgeweitet

Unfassbar ist eine kürzlich bekannt gewordene Entscheidung des unabhängigen Verwaltungsrats (UVS) in Niederösterreich. Danach dürfen Hunde, die sich mehr als 100 Meter vom Halter entfernt haben, von Jägern getötet werden. Bisher hatten Jäger offiziell nur bei aktiv wildernden Hunden und Katzen die Erlaubnis, zu schießen.

Die Begründung des Verwaltungsrats lautet wie folgt: "Ein Hund, der sich der Einwirkung des Halters entzogen hat, stellt eine Gefahr für die Jagd dar." Selbst Vertreter der Jägerschaft halten diesen Beschluss für übertrieben. Dazu kommt, dass den Hundehaltern, die ihren Hund "unbeaufsichtigt" im Jagdgebiet laufen lassen, eine empfindliche Verwaltungsstrafe von bis zu 250 Euro droht.

Die Einschätzung, ob sich ein Hund zu weit von seinem Herrchen entfernt hat, bleibt in der Verantwortung der Jäger. Sie müssen über ihre Handlungen keine Rechenschaft ablegen. Die Jagd auf unschuldige Haustiere ist also eröffnet.

Schon seit langem fordert der Österreichische Tierschutzverein ein Verbot des Haustierabschusses. Schätzungen zufolge kommen dadurch jährlich mehr als 30.000 harmlose und unschuldige Hunde und Katzen zu Tode.

Mehr Informationen zu Vorfällen mit Jägern finden Sie auf unserer Jagdwarnkarte.

Tiere sind keine Weihnachtsgeschenke!

Bitte vergessen Sie ob der Weihnachtsidylle nicht, dass sich Tiere als Geschenk für diesen Anlass schlecht eignen. Die neuen Familienmitglieder sollten  als eigenständige Lebewesen respektiert und ihre Bedürfnisse beachtet werden. Dafür braucht es Zeit, Ruhe und eine wohlüberlegte Entscheidung des Familienrates. Im allgemeinen Weihnachtstrubel wird ein Tier oft übereilt angeschafft – sind die Feiertage vorbei, ist das Interesse dann schnell wieder erloschen und der neue Spielgefährte wird vernachlässigt oder gar ausgesetzt.

Alle Jahre wieder gibt es nach Weihnachten viel Tierleid zu beklagen. Der Österreichische Tierschutzverein ruft daher auf: Handeln Sie verantwortungsvoll und verschenken Sie keine Tiere zu diesem Anlass!

Flauschige Neuzugänge am „Assisi-Hof VII“ warten auf ein neues Zuhause

Luca und Lotta sind ca. 12 Wochen alt. Die Geschwister sind sehr aneinander gewöhnt und werden daher nur gemeinsam vermittelt. Leon, Lino und Lori sind ca. 14 Wochen alt und ebenfalls Geschwister. Auch sie warten sehnsüchtig auf kuschelige Plätzchen, wo sie ihr Katzenleben in vollen Zügen genießen können.

Bei Interesse melden Sie sich bitte per Facebook-Nachricht, per E-Mail unter office@tierschutzverein.at oder telefonisch unter 0664/ 96 42 685. 

Freiflugvoliere im Bau

In der letzten Ausgabe der Tier & Natur hat der Österreichische Tierschutzverein von den vielen Greifvögeln berichtet, die derzeit unsere Hilfe auf dem Assisi-Hof benötigen. Dank der Unterstützung zahlreicher Helfer konnten wir mit dem Bau der benötigten Freiflugvoliere rasch starten. Das Grundgerüst aus Maschendrahtzaun steht bereits. Demnächst wird ein Dach in Form eines Netzes installiert und aus Naturmaterialien noch ein Wind- und Wetterschutz erbaut. Dann kann der Uhu sein neues Zuhause beziehen. Bis er wieder ausgewildert werden kann, hat er hier ein adäquates Zuhause.

Uhu-Dame darf wieder fliegen

Mitte Februar machte Fritz Winkler (Bauer, Jäger und Obmann des Waldpflegevereins Thalgau) einen erschreckenden Fund: ein Uhu-Weibchen hatte sich wohl durch einen Stacheldraht o.Ä. so stark an den Fängen verletzt, dass es scheinbar abgestürzt ist und am Waldrand liegen bleiben musste. Fritz Winkler rief sofort die Tierrettung des Österreichischen Tierschutzvereines und bat um Unterstützung. Der Tierretter konnte die Unfallstelle bald erreichen und nahm eine Erstversorgung bei der Uhu-Dame vor. „Sie war bereits am Ende seiner Kräfte. Die Verletzungen an den Fängen waren massiv und ebenso hatte sie einen gebrochenen Schnabel, der wohl die Folge des Absturzes gewesen sein musste. Zusätzlich litt das Tier an einer Pilzinfektion, es muss schon ein Weilchen hier gelegen haben. Das war buchstäblich eine Rettung in letzter Sekunde“ so Uwe Gottschalk (Tierretter des Österreichischen Tierschutzvereins). Das Uhu-Weibchen wurde zur medizinischen Versorgung und Pflege an den Assisi-Hof in Frankenburg übergeben. Die folgenden 8 Wochen galten der Rehabilitation des Tieres sowie dem Ausheilung der Wunden und des Pilzbefalls. Mit viel Geduld, Spezialfutter und Feingefühl konnte das Uhu-Weibchen wieder zu vollen Kräften kommen und startete bald ihre ersten Flugversuche, die nach 2 Monaten endlich wieder zur Gänze glückten. Aus diesem Grund entschied der Österreichische Tierschutzverein gemeinsam mit Pfleger Oliver Hingsamer, die Uhu-Dame wieder in ihre Freiheit zu schicken. Mitte April wurde sie an ihren Heimatort in Thalgau gebracht und freigelassen.

Schwerkranke Hündin Sheila gerettet!

Österreichischer Tierschutzverein rettet Hündin Sheila
Österreichischer Tierschutzverein rettet Hündin Sheila
Der Österreichische Tierschutverein rettet die schwerkranke Hündin Sheila. 2017 musste Pensionist Manfred G. einen schweren Schicksalsschlag hinnehmen. Seine Frau verstarb und es blieb ihm nur noch seine Hündin Sheila. Dann wurde die Hündin plötzlich schwer krank.