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Kupierte Hunde leiden

Die vier Monate junge Dobermannhündin Kaja hatte es bisher nicht leicht. Zuerst wurde sie – entweder noch vom Züchter oder von ihrem bisherigen Besitzer ins Ausland verbracht, um sie einer Tortur auszusetzen, die in Österreich und vielen Ländern als Tierquälerei verboten ist. Kaja wurden die Ohren und die Rute (Schwanz) kupiert. Die Prozedur verursacht nicht nur während ihrer Durchführung sondern noch Wochen später starke Schmerzen. Die Maßnahme ist deshalb tierschutzwidrig und strafbar!

Die Rute als Hauptmittel der Kommunikation fehlt vielen kupierten Hunden ein Leben lang.

„Die kupierten Hunde kommen häufig in Konflikt mit anderen Hunden, weil auch die Ohrenhaltung viel über die momentane Gefühlslage aussagt und der Hund dadurch leicht missverstanden wird“, weiß Sonja Trailovic, leitende Hundetrainerin des Österreichischen Tierschutzvereins.

Obwohl das Kupieren der Ohren und der Rute in Österreich verboten ist, besteht kein Importverbot für kupierte Hunde. Aus diesem Grund werden die „Schönheitsoperationen“ oft im Ausland durchgeführt. Der Österreichische Tierschutzverein fordert daher dringend: Österreich muss sich ein Beispiel an der Schweiz nehmen, wo der Import von kupierten Hunden verboten ist, es sei denn für Kurzbesuche oder die Amputation erfolgte nachweislich aus medizinischer Notwendigkeit.

Beim Kupieren der Ohren wird das Ohr mit einer Metallklemme beschnitten und vernäht. Die Ohren werden dann unter Spannung mit Klebeverband befestigt, bis das Ohr von selbst in aufrechter Position steht. Die Befürworter des Kupierens bringen als Argument häufig, dass Hunde mit hängenden Ohren häufiger dazu neigen, Ohrenentzündungen zu entwickeln. Das ist zwar richtig, jedoch entstanden die hängenden Ohren mancher Rassen erst durch Züchtungen. Die meisten Hundebesitzer kupieren die Ohren jedoch nicht aus gesundheitlichen Gründen, sondern weil der Hund dadurch wesentlich schärfer wirkt.

Die Junghündin Kaja war damit noch nicht am Ende ihres Leidensweges: wegen unerwarteter Arbeitslosigkeit musste ihr Herrchen in eine kleinere Wohnung umziehen. Der Welpe war dort nicht mehr erwünscht und wurde daher auf einem „Assisi-Hof“ des Österreichischen Tierschutzvereins abgegeben. Kaja wartet hier auf ein neues dauerhaftes Zuhause bei verantwortungsvollen Tierfreunden. Wer sich für Kaja interessiert, meldet sich bitte beim Österreichischen Tierschutzverein unter 0662 / 843255.

 

Überfahrener Dachs wurde einfach liegen gelassen

Österreichischer Tierschutzverein: Fahrerflucht nach Unfällen mit Tieren ist ein Schande!

Am Donnerstag (16.8.12) Abend beobachteten Autofahrer auf einer Straße zwischen Thalgau und Mondsee, wie ein PKW einen Dachs anfuhr. Der Lenker des Unfallwagens machte sich eiligst davon und ließ das verletzte Tier einfach auf der Fahrbahn liegen. Die Tierfreunde hielten sofort an, um dem Tier zu helfen, das sich mit letzter Kraft in ein Maisfeld schleppte. Als sie sahen, dass es sich um einen Dachs handelt, riefen sie einen Tierarzt um Hilfe. Dieser wollte aber den Jäger verständigen, weshalb sie ihm nicht mitteilten, wo der Unfall passiert war. Sie riefen danach bei Tierärztin Sabina Lukas aus Thalgau an, die mit dem Österreichischen Tierschutzverein eng kooperiert und sofort die Nummer unser Tierrettung durchgab. Unser Tierretter fuhr sofort zum Unfallort und barg den Dachs, er wurde umgehend zur Tierärztin gebracht. Das Tier befindet sich in einem sehr kritischen Zustand und konnte bisher leider nur schockbehandelt werden. Wir hoffen nun, dass er mit viel Ruhe doch überlebt und wir ihn bald wieder in die Freiheit entlassen können.

Verhalten bei Unfällen mit Tieren

Generell empfiehlt sich, sofern möglich, mit Fernlicht zu fahren. Die Augen der Tiere strahlen vielfach zurück: je früher man sie bemerkt, desto höher ist die Chance, einen Unfall zu vermeiden. Wenn ein Tier auftaucht: abblenden und (wiederholt) hupen. Die LenkerInnen werden gebeten – trotz der herrschenden Rechtslage – immer rechts ran zu fahren, wenn ein Unfall mit einem Tier passiert ist. Nach einem für alle Verkehrsteilnehmer sicheren Anhalten sollte man nachsehen, was passiert ist. Verletzten Tieren ist bitte bestmöglich Hilfe zu leisten bzw. professionelle Hilfe zu rufen. Hilfeleistung sollte nicht beim Menschen aufhören! Wenn möglich sollte man das Tier von der Fahrbahn wegbringen (Handschuhe tragen bzgl. Verletzungen/Infektionen etc.). Weiters ist darauf zu achten, dass man nicht selbst verletzt wird, z.B. durch einen Biss eines verletzten Tieres, das unter Schock steht und sich verteidigen will.

24 Stunden x 365 Tage = gelebte Tierliebe!

Die Tierrettung des Österreichischen Tierschutzvereins ist zu jeder Tages- und Nachtzeit unermüdlich im Einsatz, bei jedem Wetter, an 365 Tagen im Jahr. Die höchst engagierten und einfühlsamen MitarbeiterInnen stellen ganzjährig ihre persönlichen Interessen hintan, wenn es darum geht, Tieren in Not zu Hilfe zu eilen. Wenn möglich werden die Tiere nach notwendiger Behandlung und Pflege wieder ausgewildert bzw. an ein neues, liebevolles Zuhause vermittelt. In jedem Fall sind die Rettungsteams darum bemüht, Tierleid in jeglicher Form zu mildern bzw. abzustellen. Davon profitieren Wild- und Haustiere – egal welcher Art und Größe – tagtäglich.

So erreichen Sie die Tierrettung des Österreichischen Tierschutzvereins: 0664-2210717!

Sicher und einfach spenden

Ab sofort gibt es eine besonders sichere und komfortable Möglichkeit, die Arbeit des Österreichischen Tierschutzvereins mit einer Spende zu unterstützen.

Ganz bequem, ohne Bankwege, kann man nun per Telefon notleidenden Tieren helfen. Sie wählen die Service-Telefonnummer 0901/505 666 und warten auf die Ansage "Dieser Anruf kostet fünf Euro.". Danach wird eine Spende in der Höhe von € 5,00 getätigt. Der Betrag wird über Ihre Telefonrechnung abgerechnet und kommt dem Österreichischen Tierschutzverein zugute. Wer gerne mehr spenden möchte, kann auch öfter anrufen. Ein großes Dankeschön gebührt der Firma telequest & Internet Solutions GmbH, die für uns diese Servicerufnummer kostenlos betreut und eingerichtet hat.