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Hund im Auto: Hitzegefahr im Sommer

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Wie viele andere europäische Länder bleibt auch Österreich nicht von den heißen Sommertagen verschont. Für Hundehalter und ihre Tiere bedeuten die sommerlichen Temperaturen häufig Stress. Lebensgefährlich wird es aber, wenn Hunde bei heißem Wetter im Auto zurückgelassen werden. Wird hier nicht zügig eingeschritten, droht im schlimmsten Fall der Hitzetod.

Warum Autos im Sommer für Hunde gefährlich sind

Nicht nur für Menschen, sondern auch für Vierbeiner droht im Auto in den Sommermonaten große Gefahr. Da Hunden in vielen Gebäuden der Zutritt verwehrt wird, lassen viele Autofahrer ihr Tier im Auto zurück oder vergessen es im Alltagsstress. Für die Tiere kann sich aufstauende Hitze im Pkw ernsthafte gesundheitliche Gefahren nach sich ziehen. Hunde regulieren ihre Körpertemperatur – anders als der Mensch – kaum über Schweißporen. Lediglich an den Pfoten sind einige Poren vorhanden, die zur Regulierung des Wärmehaushalts jedoch nicht ausreichen. Das wichtigste Mittel zum Temperaturausgleich stellt für Hunde daher das Hecheln mit der Zunge dar. Steigen die Außentemperaturen schneller als die Körpertemperatur des Tieres, beginnt es mit schnellen Atemzügen. Der Zweck des Hechelns liegt in der Thermoregulation. Über die Schleimhäute des Hundes wird Luft transportiert, sodass Feuchtigkeit verdunstet und den Körper des Tieres abkühlt. Unter normalen Umständen an der frischen Luft ist das Hecheln ein natürlicher Regulator. In einem geschlossenen Auto reicht dieser Wirkmechanismus nicht aus. Durch die wärmespeichernden Eigenschaften der Karosserie und den fehlenden Luftaustausch steigen die Temperaturen im Inneren eines Autos ungleich stärker als die Außentemperaturen an. Hunde reagieren auf die Situation mit panischem Verhalten und verstärktem Hecheln. Dies kann im schlimmsten Fall zum Hitzeschlag und Tod führen.

Wann und wie man einschreiten darf

Grundsätzlich erlauben Notsituationen das Einschreiten. Hunde dürfen nach der Gesetzeslage aus dem Auto durch Einschlagen der Scheibe befreit werden, wenn sichtliche Anzeichen für eine Gefährdung vorliegen. Dazu zählen Apathie, starker Stress und ein leerer Blick. Hunde, die nicht mehr auf ihre Außenwelt reagieren, sind ebenso ein Warnzeichen. In jedem Fall sollten Dritte hinzugezogen werden, um den Besitzer des Autos ausfindig zu machen. Auf Parkplätzen kann beispielsweise das Personal eines Geschäfts informiert werden und über Lautsprecherdurchsagen nach dem Autoinhaber suchen. Taucht dieser nicht auf oder ist offensichtliche Gefahr für den Hund im Verzug, ist es rechtlich zulässig, die Scheibe durch Gewalt öffnen zu lassen. Hierfür sollte schnellstmöglich die Polizei informiert werden. Nachdem der Hund aus dem Wagen befreit wurde, ist erste Hilfe notwendig. Der Vierbeiner sollte an einem schattigen Ort untergebracht und mit feuchten, allerdings nicht zu kalten Handtüchern gekühlt werden. Diese werden vorsichtig um die Pfoten und den Körper des Tieres gewickelt. Wache Hunde können zusätzlich mit warmem Wasser zum Trinken versorgt werden. In jedem Fall sollte das Tier von einem Tierarzt begutachtet werden.

Strafbarkeit

Nach der österreichischen Gesetzeslage kann das Zurücklassen des Hundes bei Hitze eine Straftat darstellen. Das ist der Fall, wenn dem Tier durch das Handeln sichtlich Schaden und Schmerzen hinzugefügt werden. In der Regel werden Besitzer wegen dieses Delikts mit einer empfindlichen Geldstrafe belastet.

Reisen mit Hund im Sommer

Auch in den Sommermonaten sind Reisen mit dem Hund möglich. Um längere Autofahrten möglichst stressfrei zu gestalten, sollten folgende Punkte beachtet werden:

  • Hunde im Auto vor direkter Sonne schützen und anschnallen bzw. in die Transportbox geleiten
  • Im Handel erhältliche Kühldecken oder Kühlwesten helfen Hunden bei der Abkühlung.
  • bei Autofahrten regelmäßige Pausen einhalten, in denen der Hund trinken und essen kann
  • Klimaanlage im Auto einschalten (20 bis 22 Grad), Zugluft vermeiden
  • vorzugsweise in der Nacht fahren

Fazit

Sommerliche Hitze entwickelt sich für Hunde schnell zum Problem. Tierfreunden ist es gemäß den Gesetzen in jedem Fall erlaubt, Vierbeiner bei drohendem Hitzeschlag aus einem Auto zu befreien. Für sichere Reisen mit dem Hund sollten entsprechende Vorbereitungen getroffen und auf die Bedürfnisse des Vierbeiners Rücksicht genommen werden. So ist eine sichere Reise für Mensch und Tier garantiert.

 

Hinweis der Redaktion: Dieser Text wurde uns von bussgeldkataloge.de zur Verfügung gestellt. Mehr Informationen auf www.bussgeldkataloge.de