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Hundevermehrer verkauften kranke Welpen

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Vergangenes Wochenende musste die „Assisi-Hof“ Tierrettung zu einem besonders erschütternden Einsatz ausrücken. Gemeinsam mit der Polizei wurde in Oberösterreich eine Hundezucht unter die Lupe genommen.

Bereits mehrfach hatten gutgläubige Käufer der Hunde nach wenigen Wochen festgestellt, dass die Tiere krank waren, manche sogar starben. Die Polizei ermittelt daher wegen gewerbsmäßigen Betrugs.

Das Paar hielt 62 Hunde verschiedener Rassen. Die Hälfte der Tiere war nicht behördlich gemeldet und auf dem Gelände herrschten katastrophale Bedingungen. Zum Beispiel mussten sich 20 ausgewachsene Tiere ein kleines Freigehege teilen, in dem zwei Hütten mit je ca. 1m² Fläche standen. Wie darin 20 Hunde einen geschützten Schlafplatz finden sollten, war den „Züchtern“ offenbar egal.

Die meisten Welpen waren zwar im Gebäude einquartiert, mussten jedoch in ihren eigenen Fäkalien dahinvegetieren. Es liegt auch der Verdacht nahe, dass die Hunde vor Ort von den Leuten selbst gechippt wurden. Eine Gerät zur Injektion , sowie eine Schachtel mit Mikrochips für diese Verwendung wurden aufgefunden. Diese Kennzeichnung darf von Gesetzes wegen jedoch nur von medizinisch ausgebildeten Personen vorgenommen werden.

Der Mann, beruflich LKW-Fahrer, verkaufte die Hunde nach ganz Europa. Seine Frau versorgte Zuhause die 62 Hunde und weitere Tiere, darunter Schildkröten, Ziegen und Pferde versorgen. Die artgerechte Pflege so vieler Tiere kann durch eine Einzelperson allerdings keinesfalls gewährleistet werden. Der Österreichische Tierschutzverein wird gegen das Paar wegen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz Anzeige erstatten.

Den Tieren und auch sich selbst zuliebe sollten Interessenten die Lebensumstände der Tiere vor Ort mehrfach besichtigten. Ein seriöser Züchter wird dies nicht nur gestatten, sondern auch befürworten.