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Insektenhotel: Anleitung zum Selberbasteln

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Insektenhotel bauen: Das sollten Sie beachten. / Symbolbild (c) pixabay

Wer ein Insektenhotel baut, ist Umweltschützer und Baumeister zugleich. Mit einem Insektenhotel im Garten oder auf dem Balkon tragen Sie viel zum Artenschutz und zum ökologischen Gleichgewicht bei. Denn: Immer mehr der kleinen Krabbel- und Flugtiere sind vom Aussterben bedroht. Der Bau eines Insekten-Unterschlupfs hilft den kleinen Tierchen beim Überleben, Überwintern und Nisten. 

Insektenhotel: die Brutröhren

Der Insekten-Nachwuchs entwickelt sich in den Brutröhren. Damit die kleinen Tierchen ungestört heranwachsen können, gilt es einige Dinge zu beachten: Jede Brutröhre sollte mindestens acht Zentimeter lang sein. In diese Röhren werden nun ca. sechs Zentimeter tiefe Löcher gebohrt. Achtung: Der Durchmesser sollte nicht zu groß sein. Besonders beliebt sind bei Insekten Löcher mit einem Durchmesser von drei bis sechs Millimetern: Sie werden am häufigsten bezogen. Für die Bohrlöcher ist ein Abstand von ein bis zwei Zentimetern empfehlenswert. Als Faustregel gilt: Je kürzer die Brutröhren und je größer der Durchmesser der Bohrlöcher, desto einfacher können hungrige Vögel die Larven der Insekten herauspicken.

Das richtige Material wählen

Auf Kiefernzapfen, Holzspäne und Hackschnitzel sollten Sie lieber verzichten. Ihr Nutzen ist für die heimische Insektenfauna begrenzt. Verzichten Sie auch auf sprödes Material, an dem sich Tiere und Kokons verletzen könnten – so können sich die Insekten sicher verpuppen. Außerdem bergen spröde Materialien das Risiko, dass Larven bzw. Puppen durch äußere Einwirkungen sterben.

Setzen Sie stattdessen auf Materialien wie Holz, ein Gemisch aus Lehm und Sand, Ton bzw. Tonziegel und hohle Pflanzenstängel. Materialien wie Schilf und Bambus überleben dagegen meist nicht allzu lange – sie werden gerne von Vögeln geklaut und für den Nestbau  zweckentfremdet. Deshalb sollten Sie diese am hinteren Ende festkleben und von vorne mit einem Draht sichern. Ein weiterer Tipp: Achten Sie bei den Röhrchen bitte darauf, dass sie am hinteren Ende geschlossen und weder brüchig noch lichtdurchlässig sind. Sonst werden sie von den Insekten nur allzu gern verschmäht.

Beste Eröffnungszeit: Spätsommer bis Herbst

Am besten stellen Sie Ihr Insektenhotel von Spätsommer bis Herbst auf. So geben Sie den Tieren genug Zeit, es vor dem Wintereinbruch zu finden und sich einzunisten. Der ideale Standort ist sonnig, wind- und regengeschützt und nach Süden ausgerichtet. Wenn Sie sich an diese Basispunkte halten, können Sie sich vielleicht schon bald auf den Einzug vieler kleiner Flug- und Krabbeltiere freuen!

Viel Spaß beim Bau Ihres Insektenhotels wünscht

Ihr Team des Österreichischen Tierschutzvereins