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Insektenhotel – aber richtig!

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Insektenhotel von eher durschschnittlichen Qualität
Insektenhotel von eher durschschnittlichen Qualität

Ein Insektenhotel darf für viele Tierfreunde weder auf dem Balkon noch im Garten fehlen. Gerade derzeit liegen diese voll im Trend. Doch viele Modelle sind eigentlich gar nicht für die heimischen Insektenarten geeignet.

Oft werden Kiefernzapfen, Holzspäne oder Hackschnitzel in Insektenhotels angeboten – deren Nutzen sind für die heimische Insektenfauna jedoch nur von geringer Bedeutung. Leider dienen die Hotels oft mehr Vögeln als Insekten, da die Insektenlarven aus den Röhrchen gepickt werden können. Dies wird meist durch eine nicht verschlossene Rückwand oder ein zu wenig tiefes Bohrloch verursacht. Generell sollten die Röhrchen mindestens acht Zentimeter lang und die Löcher sechs Zentimeter tief sein.

Auf richtige Materialien achten

Ein weiterer weit verbreiteter Fehler sind zu groß dimensionierte Bohrlöcher über einem Zentimeter, denn keine der heimischen Bienenarten benötigt derart große Löcher. Auch auf das angebotene Material muss geachtet werden: Auf die Verwendung von sprödem Material sollte verzichtet werden, um Verletzungen zu vermeiden, und ein sicheres Verpuppen zu gewährleisten. Zudem besteht bei spröden Materialien das Risiko, dass die Larve bzw. Puppe durch äußere Einwirkungen stirbt.

Beste Zeit von Spätsommer bis Herbst

Modelle aus Übersee werden – den Vorschriften entsprechend – oft mit Pestiziden behandelt, die sich in weiterer Folge für die Bewohner des Insektenhotels als schädlich herausstellen. Der ideale Standort ist sonnig, wind- und regengeschützt und nach Süden ausgerichtet. Am besten wird das Insektenhotel im Spätsommer bis Herbst angebracht, um den Tieren genügend Zeit zu geben es zu finden.