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8 Tipps für die friedliche Begegnung mit Kühen

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Kuhattacke
Immer wieder kommt es zu gefährlichen Begegnungen zwischen Kühen und Wanderern.

Saftig grüne Wiesen, strahlender Sonnenschein, herrliches Bergpanorama und mittendrin eine friedlich grasende Kuhherde. „Die tun doch gar nichts“, denkt da so mancher Wanderer – ein Trugschluss mit oftmals verheerenden Folgen. Denn laut Statistik sterben mehr Menschen an Kuhangriffen, als an Haiattacken. Mit diesen acht Tipps minimieren Sie die Gefahr einer Kuhattacke.

  • Hunde straff anleinen: Sind Sie mit Ihrem Vierbeiner unterwegs, sollten Sie diesen unbedingt straff anleinen – und zwar BEVOR Sie eine Kuhweide betreten. Im Anschluss sollte die Herde so großräumig und rasch wie möglich umgangen werden, am besten im Abstand von mindestens zwanzig bis vierzig Metern.
  • Hund im Angriffsfall ableinen: Sollten die Rinder angreifen, obwohl Sie den Hund an der Leine führen, leinen Sie diesen bitte sofort ab. Kühe sehen nur unscharf und vermuten im Hund einen Wolf, der ihre Herde bedroht. Daher werden sie ihm vermutlich sofort nachjagen. Währenddessen haben Frauchen und Herrchen genug Zeit, um sich in Sicherheit zu bringen. Hunde sind im Normalfall schneller als Kühe und werden diesen hoffentlich unversehrt entkommen – mag diese auch noch so wütend sein.
  • Nicht streicheln oder füttern: Ja, auch wir finden Kühe süß und niedlich. Dennoch sollten Sie die Tiere niemals unterschätzen. Denn die Wiederkäuer bringen bis zu 400 Kilo auf die Waage – eine Masse, die in bewegtem Zustand lebensgefährlich werden kann.
  • Vorsicht bei Muttertieren: Auch das Streicheln der Kälbchen ist eine ausgesprochen schlechte Idee. Hier gilt die Regel: Schauen ja, streicheln nein. Die Muttertiere haben einen starken Schutzinstinkt und werden versuchen, jegliche Gefährdung ihrer Kleinen zu verhindern.
  • Gatter schließen: Ab und an vergessen Wanderer, das Gatter der Weide wieder zu schließen. Ein fataler Fehler, denn so gelangen die Kühe außerhalb des Weidezauns. Deshalb das Gatter bitte immer gewissenhaft schließen!
  • Vom Fahrrad absteigen: Wie bereits erwähnt sehen Kühe unscharf und können daher nicht genau erkennen, wer oder was auf sie zukommt. Deshalb erschrecken sie sich oft vor Fahrradfahrern – das kann eine Panikreaktion in der Herde auslösen. Deshalb sollten Biker stets von ihren Rädern absteigen, wenn sie sich einer Kuhherde nähern oder zumindest die Geschwindigkeit entsprechend mäßigen.
  • Was tun im Notfall: Wenn die Kuh trotz aller Vorsichtsmaßnahmen angreift und kein Fluchtweg oder Zaun in Sicht ist, gibt es nur noch eine Möglichkeit: Versuchen Sie, der Kuh Angst einzujagen. Am besten geben Sie dabei laute Geräusche von sich, bäumen sich vor dem Tier auf und/oder wedeln mit einem Stock (natürlich ohne das Tier dabei zu verletzen!). Wenn Sie Glück haben, dreht sich die Kuh verwirrt um und sucht das Weite – dann sollten Sie schleunigst den Rückzug antreten.
  • Notsituationen erkennen: Wenn eine Kuh den Kopf senkt, schnauft und mit den Hufen scharrt, ist definitiv Not am Mann. Bitte nehmen Sie die Gefahr dieser Situation ernst – bewegen Sie sich so rasch wie möglich aus der Gefahrenzone.